fiANNA
werkgemeinschaft



13.03.2026
Durch Togo und Benin bis zur nigerianischen Grenze waren es 236 km. In jedem Land übernachteten wir einmal. Der Grenzübergang Benin - Nigeria war auch relativ schnell abgearbeitet. Zum Schluss gab es dann noch ein nerviges, zähes Interview, b.z.w. Verhör mit Belehrungen. Das war eine echt komische Veranstaltung der Security Police.

(beim Geld wechseln - für 400 € haben wir von diesen Frauen 600 x 1000 Nairascheine bekommen)


Dann waren wir in Nigeria, jenem Land auf unserer Reise, welches im Vorfeld bei fast jedem Afrika Fahrer gemischte Gefühle hervorruft. Vor ein paar Wochen erst gab es im Westen einen Angriff radikaler Islamisten, mit über Hundert Toten…
Bisher haben wir schon viel in Afrika gesehen und erlebt. Aber Nigeria kann manches noch toppen. Es ist noch lauter, noch chaotischer und man sieht mehr Armut. Die Kontrollen auf der Straße sind noch häufiger als in den bisherigen Ländern. Auch hier werden wir fast immer durchgewunken, ohne anhalten zu müssen, geschweige denn dem Kontrollierenden einen Schein in die Hand zu drücken. Wir sind jetzt sechs Tage im Land und haben weit über 100 Checkpoints passiert. Ein einziges Mal hat ein Polizist versucht, Geld zu bekommen.
Er: from Where are you ? Ich: from Germany. Er: give me Dollar! Ich: give me a smile! Er schaut ganz verdutzt. Ich: Give me a Smile! Dann fängt er lauthals an zu lachen.  Shake Hands!! Er: wish you a good Journey! Ich: wish you all the best!
Und Zack weiter geht’s. Glück gehabt! Für die Fahrt durch Nigeria haben wir schon im Vorfeld beschlossen, sichere Übernachtungsplätze anzusteuern. Dafür benutzen wir eine App (iOverlander) in welcher Reisende ihre Erfahrungen und Tipps einstellen können.
Wir übernachteten auf einem Hotelparkplatz und verbrachten zwei Tage bei Michael.

Dieser betreibt einen Naturpool zum Schwimmen. Die Anlage ist über 90 Jahre alt und wurde von Engländern während der Kolonialzeit erbaut. Leider ist alles am Zusammenfallen. Hier konnten wir zuschauen, wie ein junger Mann die Kokosnusspalmen bestieg die reifen Nüsse erntete. Akrobatik pur!


An der Anglican Cathedral of Ascension, unserem nächsten Übernachtungsplatz, konnten wir dem Gospelchor beim Proben zuhören und am nächsten Morgen bei der Abfahrt spendete uns Pater Mikel noch den Segen für eine gute Weiterfahrt.


Beim nächsten Übernachtungs-Ort, dem Waisenhaus Sankt Gabriel,in Abakaliki, gab es zwar einen Fußballplatz und jede Menge Kinder, die Fußball spielen wollten, aber keinen Fußball. Also zog ich auch hier mit den Kindern los, um einen Fußball zu kaufen. Schon der zweite auf dieser Reise. Wenn die beiden Teams in Zukunft einmal aufeinandertreffen, weiß ich gar nicht, für wen ich halten soll. Für Guinea oder für Nigeria?


Seit 2 Tagen befinden wir uns im Cross River Nationalpark mitten im Dschungel. Wir stehen bei der Afi Mountain Drill Ranch. Ohne Simone und Gerd. Auf der Dschungelpiste hierher standen zwei Bäume so eng, dass ihr LKW nicht durch passte. Die beiden fahren nun langsam weiter Richtung Grenze zu Kamerun.

( auf dem Weg zur Drill Ranch fahren wir vorbei an unendlich vielem - wahrscheinlich illegal geschlagenen  Holz vorbei)
Auf der Afi Mountain Drill Ranch leben über 700 Drill Affen. Eine in den achtziger Jahren ausgestorben geglaubte Affenart. Man kann die Affen hier zum Teil in freier Wildbahn beobachten. Ein tolles Erlebnis! Sie tauchen auch bei unserem Stellplatz auf, halten aber immer etwas Abstand. Morgen werden Alois, Clarissa und ich diesen Ort verlassen und auf Gerd und Simone’s Spuren Richtung Kamerun fahren. Dort können wir ab dem 24. März einreisen.

 
E-Mail
Anruf
Karte
Infos